Furoshiki: Geschenke mit einem Tuch verpacken
Kurz gesagt. Furoshiki ist eine japanische Art, Dinge in einem quadratischen Tuch zu verpacken. Leg das Geschenk mittig auf den Stoff, schlag 2 Ecken darüber und verknote die anderen beiden.
Ein vorhandenes Tuch eignet sich, wenn es groß genug ist und sich gut binden lässt.

Welche Tuchgröße brauchst du für Furoshiki?
Die Größe hängt von Länge, Breite und Höhe des Geschenks ab. Ein flaches Buch braucht weniger Stoff als eine hohe Schachtel mit derselben Grundfläche.

Als grobe Ausgangsgröße kann die Tuchkante etwa dreimal so lang sein wie die längste Seite eines flachen Geschenks. Verlass dich aber auf die Passprobe, nicht auf diese Faustregel:
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Leg das Tuch als Raute auf den Tisch.

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Setz das Geschenk in die Mitte.

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Zieh 2 gegenüberliegende Ecken darüber zusammen.

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Prüf, ob beide Enden lang genug für den Grundknoten sind.

Treffen sich nur die Spitzen, brauchst du ein größeres Tuch. Bei einer Flasche prüfst du das im Stehen, denn der Stoff muss bis über den Verschluss reichen.
Welcher Stoff eignet sich zum Verpacken?
Ein weiches, nicht zu dickes Tuch lässt sich leichter knoten als fester Möbelstoff. Baumwolle ist eine einfache Wahl. Ein glatter Schal kann ebenfalls passen, rutscht am Knoten aber leichter.
Schau zuerst nach einem vorhandenen Halstuch, einer Stoffserviette oder einem dünnen Geschirrtuch. Für die gezeigte Grundform sollte es quadratisch sein. Bei einem rechteckigen Tuch lassen sich die Ecken nicht gleich weit über das Geschenk führen.
Prüf den Stoff auf Flecken und lose Nähte. Verpack helle, empfindliche Dinge nur in einem sauberen, trockenen Tuch, das keine Farbe abgibt.
Wie bindest du den Grundknoten?
Der Grundknoten besteht aus 2 einfachen Knoten in entgegengesetzter Richtung. Er liegt flach, wenn die Enden richtig herum geführt werden.
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Halte in jeder Hand eine Stoffecke.

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Leg das rechte Ende über das linke und führ es unten hindurch.

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Nimm nun das Ende, das links liegt. Leg es über das rechte und führ es unten hindurch.

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Zieh beide Enden gleichmäßig zur Seite.

Die beiden freien Spitzen sollen seitlich herausragen. Dreht sich der Knoten schief, lös den zweiten Teil und binde ihn andersherum. Zieh nur so fest, dass der Stoff anliegt. Ein dünner Buchdeckel soll sich nicht biegen.
Wie verpackst du ein Buch oder eine Schachtel im Tuch?
Leg die schöne Stoffseite nach unten und dreh das Tuch zur Raute. Das Buch liegt mittig und gerade vor dir.

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Zieh die untere Ecke über das Buch. Steck einen langen Überstand unter das Buch.

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Leg die obere Ecke darüber. Schlag ihre Spitze nach innen, wenn sie übersteht.

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Fass die linke und rechte Ecke zusammen. Halte den Stoff dabei an den Buchkanten glatt.

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Binde die beiden Ecken mit dem Grundknoten auf der Oberseite.


Ein Geschenk im quadratischen Tuch
2 Ecken bedecken das Geschenk. Die beiden anderen treffen sich oben im Knoten.
Bei mehreren Büchern legst du die größten nach unten. Bleibt der Stapel locker, stell ihn erst in eine flache Schachtel. Die Karte kannst du unter den Knoten schieben.
Wie verpackst du eine Flasche mit Furoshiki?
Stell die trockene, verschlossene Flasche auf die Mitte des Tuchs. Nimm ein ausreichend großes Quadrat, damit du nicht am Stoff ziehen musst.

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Heb 2 gegenüberliegende Ecken an den Seiten der Flasche hoch.
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Verknote diese Ecken über dem Verschluss.
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Führ die beiden übrigen Ecken in entgegengesetzter Richtung um den Flaschenbauch, bis sie sich treffen.
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Binde dort den zweiten Knoten. Streich lose Falten an der Seite glatt.
Greif beim Überreichen unter den Boden. Für den Transport in einer Tasche braucht Glas weiterhin Schutz gegen Stöße.
Wie faltest du eine einfache Tasche aus dem Tuch?
Für eine leichte Beigabe lässt sich ein großes Tuch zur offenen Tasche knoten.
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Falte das Quadrat diagonal zu einem Dreieck.

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Binde in jede der beiden Spitzen an der langen Dreiecksseite einen Knoten. Lass bis zur Mitte auf beiden Seiten gleich viel Stoff frei.

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Öffne die beiden Stofflagen. Drück die seitlichen Knoten nach innen.

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Führ die beiden noch freien Ecken nach oben und binde sie zum Griff zusammen.

Setz den Inhalt erst ein, wenn die Tasche geöffnet vor dir liegt. Sie eignet sich für leichte, unempfindliche Dinge. Kleine lose Teile kommen in eine zusätzliche Hülle, damit sie nicht durch die offene Oberseite fallen.
Was geht ohne Geschenkpapier und ohne neues Tuch?
Ein Stoffbeutel mit Zugband ist für weiche Geschenke schnell gefüllt. Ein sauberer Kissenbezug kann ein großes Geschenk verdecken und wird mit einem Band geschlossen. Für eine kleine Schachtel eignet sich eine Stoffserviette.

Wähl die Hülle nach dem Gegenstand. Ein sehr dickes Tuch um eine winzige Schachtel ergibt einen großen Knoten und verdeckt das Geschenk ganz. Ein leichter Beutel passt dann besser.
Wann ist Furoshiki eine nachhaltige Wahl?
Ein vorhandenes Tuch kann viele Geschenke nacheinander umhüllen. Dafür muss es nach dem Auspacken auch weitergenutzt werden. Ein neu gekauftes Tuch ist nicht allein deshalb die bessere Wahl, weil es Geschenkpapier ersetzt.
Sag bei der Übergabe, ob das Tuch zum Geschenk gehört oder wieder mitgenommen wird. Gehört es dazu, wähl eine Farbe und Größe, mit der die beschenkte Person etwas anfangen kann.
Falte saubere Tücher nach Gebrauch zusammen und lagere sie trocken. Wasch sie nach Bedarf und gemäß Pflegeetikett. Bänder, Anhänger und Stoff bleiben getrennt griffbereit für das nächste Geschenk.